Vorgehen bei der Erst- und Jahresuntersuchung

Vom Verbandsarzt des Niedersächsischen Box-Sport Verbandes ergeht an die Boxvereine folgende Empfehlung:

Da der Boxsport immer noch den Ruf einer riskanten Sportart hat, kommt es häufig zu erheblicher Verunsicherung, wenn (Haus-) Ärzte Boxer und solche, die es werden wollen, untersuchen und zu deren Sporttauglichkeit Stellung nehmen sollen. Statistisch nachgewiesen ist das Verletzungsrisiiko (inklusive das einer Gehirnerschütterung) beim Boxen aber eher geringer als z.B. beim Fußball, Handball oder Eishockey.

Deshalb hat die Ärztekommission des DBV in ihrer Sitzung vom 01.09.2012 noch einmal darauf hingewiesen, dass für die Eingangs- und Jahresuntersuchung den Vorgaben des Startausweises auf den Seiten 2 bis 6 zu folgen ist (gründliche Anamnese und eingehende körperliche Untersuchung). Alle weiteren, insbesondere apparative Spezialuntersuchungen wie EEG oder CCT sind höchsten fakulativ und nur bei Auffälligkeiten keinesfalls aber routinemäßig durchzuführen.

Ein Blutbild und ein Urintest sind u.U. sinnvoll, um z.B. Anämenie, Entzündungen oder einen Diabetes mellitus auszuschließen und können auch wegen der geringen Kosten empfohlen werden. Am Ende sollte dann die Stellungnahme (fit to box oder boxtauglich) mit Stempel und Unterschrift abgeschlossen werden.

gez. Herwig Butz, LV-Arzx