Edgar Walth ist Deutscher Meister

Fast nur lachende Gesichter bei den BABV-Verantwortlichen nach dem Schlussgong der 91. Deutschen Meisterschaften der Eliteboxer in Oldenburg. Neben einmal Gold durch Edgar Walth holten sich die bayerischen Athleten auch noch dreimal Bronze. Fast auf den Tag genau vor elf Jahren stand endlich wieder ein Bayer ganz oben auf dem Treppchen.

Edgar Walth heißt der Deutsche Meister im Bantamgewicht. Und wie der sympathische Straubinger sich zu diesen Titel boxte, nötigte sogar der DBV-Spitze höchste Anerkennung ab. Schon im Halbfinale ließ Walth seine Ambitionen auf den Meistergürtel aufblitzen, als er mit einer weltmeisterlichen Vorstellung - so Boxen Heute - den als hohen Favoriten gehandelten Omar El-Hag aus Berlin geradezu deklassierte. Den Endkampf bestritt Walth ebenso souverän und siegte gegen den früheren Junioren-Weltmeister Dennis Makarov einstimmig nach Punkten. Als Zubrot gab es für Walth auch noch den Pokal für den besten Kämpfer der Meisterschaft.

Über Bronze konnten sich Eugen Dahinten, Oleg Schäfer und Ehsan Maudodi freuen, wobei Dahinten äußerst knapp und umstritten am späteren Titelträger Artem Harutyuyan im Halbfinale scheiterte. Ein glattes Fehlurteil brachte Erik Sokolov um eine Teilnahme am Halbfinale. Im Viertelfinale gegen Dennis Makarow stellte sich der Waldkraiburger als der klar bessere Boxer vor. Das Kampfgericht entschied sich jedoch nicht nachvollziehbar gegen den Bayern.

Die glänzende Bilanz des BABV fand auch in der Länderwertung ihren Niederschlag. Der 5. Gesamtplatz bedeutet ebenfalls das beste Ergebnis der letzten Jahre.